Schritt für Schritt Guide für Selfbondage-Neulinge

Ein Schritt für Schritt Guide für absolute Selfbondage-Neulinge sollte Dir helfen, Dich etwas zurecht zu finden.

Es wird nicht alles im Detail beleuchtet und erklärt, aber immerhin kannst Du so schon einmal herausfinden, auf was Du Dich eigentlich einlässt und wo genau Deine Reise hinführen könnte, wenn Du Dich einmal für Selfbondage entscheidest.

Dieses einzigartige Gefühl, völlig hilflos und gefesselt ausgeliefert zu sein, dies ist wirklich für viele das Ultimative beim Selfbondage. Gerade als Anfänger lernt man immer in erster Linie, wie wichtig es ist, stets auf die Sicherheit zu achten. Beim klassischen Bondage, also wenn eine Person eine andere fesselt, lässt man diese nie allein oder aber nicht ohne Möglichkeit, sich in irgendeiner Art und Weise bemerkbar zu machen, zurück und beachtet natürlich eine korrekte Technik, damit keine Verletzungen entstehen – die unter Umständen auch lebensgefährlich sein können. Einfach eben eines der grundsätzlichen Dinge des BDSM.

Doch was ist, wenn man Selfbondage liebt? Was ist, wenn man da eben das Grundprinzip nicht ganz erfüllen kann, eben, weil man doch allein ist?

Deshalb hat Selfbondage eben nicht unerhebliche Risiken, die man grundsätzlich nicht unterstützen sollte. Bereitet man sich jedoch gut vor, lässt Vorsicht walten, dann sind die Risiken doch kalkulierbar.

Dieser Schritt für Schritt Guide für Selfbondage-Neulinge hilft also Dein Verlangen und die Neugier auf das Selfbondage zu stillen und damit direkt auch zu wissen, was es von Anfang an zu beachten gibt. Denn immerhin hast Du die Verantwortung nur für Dich allein und solltest daher auch für die nötige Sicherheit sorgen.

 

Step by Step

Komplizierte Bondageanleitungen zu studieren und sich einzuprägen, ist mit Sicherheit alles andere als spannende Lektüre. Dennoch sollte man genaustens wissen, wie eben dies funktioniert.

Daher ist es gar nicht so unerheblich, wie Du mit Deiner Fesselung beginnst. Erst einmal mit den Beinen zu beginnen oder dabei die Hände, oder zumindest eine Hand, frei zu lassen, ist für eine sinnvolle Übungsstunde daher oberstes Gebot. Du kannst eben doch ganz entspannt üben, auch, wie Du Dich alleine wieder aus der Fesselung befreist.

Versuche darüber hinaus niemals den eigenen Körper zu überfordern oder gehe über Deine körperlichen Grenzen hinaus. Vergleiche Dich nicht mit anderen und akzeptiere, was Du tun kannst – und was Du lieber lassen solltest.

Sei in erster Linie vorsichtig bei dem, was Du tust und bedenke genau, was Du vor hast und wie Du aus der Situation wieder herauskommst.

 

Kein Alkohol, Drogen oder sonstige Substanzen – Kerzen und Co. sind Tabu

Die Feinmotorik wird sehr leiden, wenn Du unter Einfluss von derartigen Substanzen stehst. Wenn Du also nicht gerade ein Schlangenmensch bist, der sich aus allen tollkühnen Fesselungen lösen kann, solltest Du auf berauschende Mittel verzichten.

Außerdem solltest Du auf Kerzen verzichten, auch wenn das Szenario sicher etwas romantisches an sich hat. 

 

Die Wahl des richtigen Equipment

Wenn man mit Stofffesseln oder Seilen arbeiten möchte, sind die besonders weiche Variante die beste Lösung. Diese haben den Vorteil, das sie sich bei genügend Kraftaufwand ausreichend dehnen, so dass man sich auch so befreien könnte, wenn etwas schief geht.

Beginnst Du also gerade, kannst Du ein paar Satinfesseln verwenden, einen Bondageschal oder aber ein Halstuch, welches Du sowieso nicht mehr tragen möchtest.

Möchtest Du professionelle Bondageseile verwenden, achte darauf für den Fall der Fälle immer einen sogenannten Ropecutter greifbar zu haben, einfach, um sich beim Befreien nicht mit Messern oder anderen scharfen Gegenständen zu verletzen.

 

Bei Arbeiten mit Hand- oder Metallfesseln, ist man eigentlich meist auf der sicheren Seite, sofern man die Hände vor und nicht hinter dem Körper fixiert und natürlich die Schlüssel jederzeit greifbar sind. Und wieso dann nicht an einem Heizungsrohr testen, so dass man direkt etwas üben kann?

Doch geht man eher in den professionelleren Bereich, nämlich zu fesseln, die mittels Sechskantschraube verschlossen werden, ist dies schon sehr viel schwerer. Es wird nämlich mehr Kraftaufwand benötigt, um die Fesseln zu öffnen. Benutzt man also zum Öffnen die Zähne, sollte man immer zwischen Schlüssel und Zahn ein Stück Stoff legen, sonst kann der Zahn schnell einmal flöten gehen.

Außerdem, wenn man derartige Handschellen nutzt, sollte der Zweitschlüssel dann doch an einem leicht zugänglichen Ort aufbewahrt werden.

 

Extra: Ein kleiner Selfbondagetipp. Packe doch den Schlüssel einfach in eine Schüssel und fülle diese mit Wasser, um sie dann aufzufüllen und einzufrieren. Oder lege sie in ein Glas mit Flüssigkeit, die Du dann mit einem Strohhalm austrinken musst.

 

Mache Dich mit den Basics vertraut

Übe die Knoten und Fesselungstechniken, die Du verwenden möchtest, vor dem finalen Selfbondage sorgfältig und übe sie immer wieder. Bis Du sie im Schlaf beherrscht. Außerdem sollte das Seil später nicht so eng anliegen, so dass ein Finger breit dazwischen passt.

Binde niemals etwas um Deinen Hals, völlig egal was es ist und was Du vor hast, der Hals ist eine Region, die beim Selfbondage absolut Tabu sein sollte.

Knebel sind natürlich schon aufregend, dennoch sollte dieser auf keinen Fall die Atmung verhindern. Wenn Du unsicher bist, verzichte einfach auf eine Knebelung. Gerade, wenn Dir übel wird und Du Dich übergeben musst, kann dieses Spiel sehr schnell böse enden.

Fessel Dich möglichst nicht auf einer weichen Matratze, oft muss man sich, um aus den Fesseln herauszukommen, doch schon sehr verrenken, was dieses Vorgehen dann auf weichen Unterlagen sehr schwer macht. Wenn Du es etwas weicher magst, verwende eine Yogamatte.

 

Releasemethoden

Es gibt viele Methoden sich nachher wieder zu befreien. Und auch erhöhen diese in gewisser Weise die Sicherheit.

Ein Eisschloss hat eben den Vorteil, dass es schmilzt und sich öffnen lässt, je wärmer desto schneller. [ Klick hier. ]

Ein Magnetschloss sorgt für eine feste Fixierung und lässt sich sehr schnell öffnen. [ Klick hier. ]

Elektronische Handschellen sind zeitgesteuert, und wer Lust auf Verkabelung und Elektroden hat, kann an diesen wohl gefallen finden.

Eine Vorratsdose mit abschließbaren Zeitschloss sind aber auch eine sehr aufregende alternative, immerhin wird der Schlüssel nach einer zuvor eingestellten Zeit wieder freigegeben. [ Klick hier. ]

 

Habe einen Backup-Plan

Bedenke jederzeit alle Eventualitäten. Das nimmt zwar oft etwas den Kick dahinter, ist aber im Fall der Fälle das Einzige, was Dich retten wird, wenn ein Notfall eintritt.

Lasse einen zweiten Schlüssel immer an einen Ort platziert, an dem Du Zugriff hast. Weihe einen Freund ein, der Dich aufsucht, wenn Du Dich nicht zu einer bestimmten Zeit meldest. Dies sind zwei der Dinge, die Dich wirklich vor unangenehmen Überraschungen retten können.

 

Hast Du noch andere Tipps und Tricks? Schreib sie in die Kommentare und lass andere daran teilhaben.

2 COMMENTS

  • Ein sehr guter Ratgeber für alle die es mal mit Selfbondage probieren und Ihre Sehnsüchte ausleben wollen.

    • Jeder sollte es mal einmal versuchen, denn es ist aufregend und spannend sich derartig auszuliefern.

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