Unser BDSM – Von den ersten Handschellen bis zum Keuschheitsgürtel

Ein Erfahrungsbericht von den ersten Handschellen bis zum Keuschheitsgürtel, welcher hier exklusiv auf Bound-n-Hit vom Leser Crafty zur Verfügung bestellt worde.

Erfahre, wie das Leben mit den ersten BDSM-Erfahrungen beginnt und sich so auch immer weiter steigern kann.

Wer sind wir

Meine Frau und ich sind jetzt bereits seit 15 Jahren zusammen und seit 5 Jahren verheiratet. Beide im gleichen Alter, haben wir jetzt schon 35 Lebenjahre hinter uns gebracht. Lebenslust, Experientierfreude, Humor und die Tatsache, dass wir beide alles für den anderen tun würden, zeichnet unsere Beziehung aus.

Ich, Crafty, der männliche Part unserer Verbindung, plaudere nun etwas über unseren Werdegang aus meiner Sicht.

 

Die ersten Handschellen

Ich war von Handschellen schon fasziniert seit ich denken kann. Bereits in der Pubertät waren die besten Experimente in Sachen Selbstbefriedigung mit Selfbondage verbunden. So kam es dann auch, dass das Thema fesseln bei meiner Frau und mir relativ schnell auf dem Tisch landete. Auch sie war von der Vorstellung, sowohl aktiv als auch passiv, recht angetan. Und so wurde, in Sachen Fesselspiele, ausprobiert was das Zeug hält. Aber irgendwann will man mehr. Und so habe ich mich aufgemacht und alles Mögliche an Informationen aufgesogen, was das "BDSM-Regelwerk" so her gibt.

 

Ein gewisses Dilemma

Da meine Frau eher weniger enthusiastisch an theoretische Themen herangeht, hatte ich nach kurzer Zeit natürlich einen gewissen Wissensvorsprung. Aber wir haben auch viel miteinander geredet, um das auszugleichen. In dieser Zeit hat sich auch herauskristallisiert, dass mir die passive Seite besser gefällt als die aktive. Das Problem war nur: Meine Frau hatte noch keinerlei Erfahrung mit Dominanz. Das recht patriarchalisch geprägte Elternhaus war auch nicht gerade hilfreich in dieser Beziehung. Was bei einfachen Fesselspielen
noch nicht so sehr zum tragen kommt wurde jetzt zur Schwierigkeit. Was also tun? Probieren geht über studieren.

Streng nach dem Einsteigerlehrbuch:

Grenzen festlegen, Saveword vereinbaren, los gehts. Es kam wie es kommen musste: Ich lag irgendwann vorfreudig gefesselt auf dem Bett. Sie sitzt neben mir mit einem Gesicht das sagt: "So jetzt Domina sein. Tun worauf ich Lust habe. Keine Ahnung. Hilfe. Was mache ich denn jetzt?".

Die Session endete dann in einem Lachanfall. Und wer glaubt in meiner Frau steckt keine kleine Sadistin, der wurde noch nie, mit vollem ernst, gefesselt durchgekitzelt!

Das Thema Session war erst mal vom Tisch. Nach und nach erzählte ich ihr 2 aber meine Fantasien und sie lauschte immer begeistert meinen detaillierten Ausführungen. Und irgendwann spielte sie eine dieser Fantasien ziemlich genau nach.

Und mich schlug die rote Karte des BDSM-Regelwerks: "Wunschzettelzub: Die allergrößte Schande!"

Geilheit weg. Frau frustriert. Abend gelaufen.

Es hat viel Reden und Selbstreflexion gebraucht, bis wir an dem Punkt angelangt waren zu sagen: Scheiß auf das Regelwerk. Wir machen unser eigenes. Und so haben wir uns weiter, eher soft, durch die BDSM Spielwiese probiert. Bis zu unserem aktuellen Favoriten: Der Keuschhaltung.

 

Einen Keuschheitsgürtel will er haben

Beim Thema Keuschheitsgürtel, hat mir mein Hirn irgendwie immer wieder zugeflüstert, dass dies dann doch etwas zu strange für meine Frau sein könnte. Doch schon seit dem Film "Helden in Strumpfhosen" hat mich der
Gedanke daran, einmal einen Keuschheitsgürtel zu tragen, nicht mehr los gelassen. Aber ich war lange Zeit zu feige dieses Thema zur Sprache zu bringen.

So hat sich über Jahre hinweg diese Sehnsucht immer weiter aufgebaut. Unterstützt durch "Recherchen" im Internet, begleitet von sehr erregenden Fantasien und Bildern. Bis ich es vor ein paar Jahren dann doch nicht mehr aushalten konnte. Beim Wort Keuschheitsgürtel, war schaute sie zuerst mehr als skeptisch. Bis sie kurz darauf realisiert hatte, dass nicht sie es war, die so etwas tragen sollte.

"Wenn du das ausprobieren willst. Gut, dann besorgen wir sowas. Ich werde mir so ein Ding aber nicht anlegen lassen."

Gesagt, getan. So haben wir dann immer mal wieder mit dem Keuschheitsgürtel gespielt. Am Anfang war es mal ein Abend. Dann ein Tag. Und irgendwann, an einem Samstag Abend, waren wir so im Bett aneinandergekuschelt, haben einen Film gesehen und sind irgendwann eingeschlafen. Und ich noch immer im Keuschheitsgürtel.

"Aha, du kannst also ganz gut mit dem Ding schlafen! Das ist seeehr gut zu wissen…", war daraufhin ihr Kommentar am nächsten Morgen. Es versteht sich von selbst, dass ich den Keuschheitsgürtel an diesem Tag noch anbehalten durfte. Fortan konnte ich mich nicht mehr drauf verlassen an den Wochenendabenden, an denen wir spielten, befreit zu werden. Eine Tatsache, welche das Spiel für mich ungemein intensivierte.

Auf diesem Level blieb unser Spiel eine ganze Weile. Ich stellte fest, dass gewisse Dinge, die ich sowieso gerne für meine Frau tue, verschlossen einfach mehr Spass machen. Rückenmassagen, Fußmassagen, Kochen, usw. Besonders in gewissen Zeiten des weiblichen Zyklus, welcher bei meiner Frau leider mit sehr unangenehmen Schmerzen verbunden ist, hat der Keuschheitsgürtel dafür gesorgt. dass wir beide voll auf unsere Kosten gekommen sind. Und so haben wir immer mal wieder ein zusätzliches Element eingebaut.

Besonders ein langes Wochenende ist mir da in Erinnerung geblieben, an dem ich meine Frau mehrere Tage immer wieder mit Spielzeug zum Höhepunkt bringen durfte und dabei selbst, gut verschlossen, den Schlüssel an ihrer Halskette bewundern konnte.

 

Die Gegenwart: Keuschhaltung?

Wie ich ja schon angemerkt habe, freut sich meine Frau, wenn Sie von meinen Fantasien erfährt, damit Sie bei unsern Spielen nicht ratlos und verunsichert ist. So hat sie immer mehr von meinen "geheimen" Vorstellungen erfahren.

Irgendwann mal einen Keuschheitsgürtel im Florentiner-Style besitzen zu dürfen. Oder mal etwas länger keusch bzw. geil gehalten zu werden. In unserem letzten Sommerurlaub, war sie dann schon etwas "gemeiner" und ich
war ganze 5 Tage verschlossen. Inklusive des unerwarteten Abbruchs kurz vor der Erlösung und dem folgenden erneuten Verschluss.

Alltagsbedingt ist unser Spiel dann bis vor 3 Wochen etwas eingeschlafen. Ich durfte wieder 2 Wochenenden verschlossen verbringen. Letzten Samstag hatte ich dann einen Anflug von Leichtsinn, als ich ihr sagte, dass es doch sehr spannend wäre, wenn ich solange verschlossen bleiben würde, bis sie 3 erfüllende Orgasmen gehabt hat. Wohl wissend, an welchem Punkt ihres Zyklus sie aktuell stand. Auch wenn sie nicht weiter darauf einging, brachte mir die Vorstellung doch einen gewissen Kick. Denn vor dem nächsten Wochenende hätte ich keine
Möglichkeit es meiner Frau so richtig schön zu machen.

Später im Bett führte Sie dann ein Spiel aus, welches ich schon im Urlaub lieben und hassen gelernt hatte. Ich sollte wählen in welcher Hand sich der Schlüssel befindet. Sie liebt es, mir dabei zuzusehen, wie ich mich nicht entscheiden kann. Aber ich wählte den Schlüssel. Also verwöhnte mich meine Frau, brachte mich, wie üblich, mehrmals bis kurz vor den Höhepunkt. Und sagte dann etwas mit dem ich nicht mehr gerechnet hatte.

"Es tut mir ja leid mein Schatz, aber du hast nur erspielt, dass ich dich heraus lasse. Nicht dass du schon kommen darfst. Jetzt aber zurück in den Keuschheitsgürtel. Ich bin schon gespannt wann du die 3 Orgasmen zusammen hast. Schließlich haben wir nächste Woche Sonntag etwas vor und nach einem richtig schönen, intensiven Orgasmus brauche ich erst mal eine Pause. Also schaffen wir nächstes Wochenende ja allerhöchstens zwei."

Dieses süffisante Grinsen, hätte keine Domina besser machen können. Jetzt ist es Dienstag. Ich habe die Geister gerufen. Und hoffe, dass mein Engel mir so streng wie im letzten Urlaub hilft, auch diese Fantasie Realität
werden zu lassen. 

 

Abschließende Worte

Sollten diese Zeilen je veröffentlicht werden, hoffe ich einigen verunsicherten Anfängern ein wenig die Angst genommen zu haben. Man muss das "Regelwerk" nicht immer beachten. Nehmt euch aus der BDSM-Spielkiste was euch Spass macht und freut euch. Wir haben es nicht bereut.

 

Viele Grüße, Crafty.

 

Wahre Worte. Wie hat Dir dieser Erlebnisbericht gefallen? Schreib es in die Kommentare und lass andere daran teilhaben.

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