Als Schwangere die Liebe zum BDSM ausleben?

Du bist schwanger und fragst Dich, ob Du die Liebe zum BDSM weiter ausleben kannst?

Dann erfahre hier alle wichtige Details zum Thema für schwangere Frauen. Auch ist ab und an schon vorsicht geboten!

Auch wenn viele Informationen eher für schwangere Frauen gedacht sind, die sich bereits in der fortgeschrittenen Schwangerschaft befinden, sind sie dennoch absolut empfehlenswert zu lesen.

Aus Sicherheit zum ungeborenen Kind und der werdenden Mutter sind einige kleine Regeln zu beachten.

 

Harndrang

Schwangere haben oft mit einem heftigen Harndrang zu kämpfen – zu jeder Tages und Nachtzeit. Deshalb sollte bei einem dauerhaften Spiel, wie zum Beispiel beim Bondage, eine Möglichkeit zum Wasserlassen eingeräumt werden.

Auf welche Art und Weise auch immer.

Orgasmus

Während der Schwangerschaft sind die Geschlechtsorgane, aber auch der Beckenbodenbereich sehr viel stärker durchblutet.

So vergrössert sich die Klitoris und ist extrem leicht erregbar. Viele Schwangere sprechen daher von intensiven Orgasmen, manche erleben es spontan im Schlaf.

Durch einen Orgasmus erlebt eine Frau Kontraktionen der Gebärmutter – die Wehen. Diese spüren nichtschwangere Frauen kaum, wenn überhaupt vor der Periode. Üblicherweise sind sie nicht gefährlich, führen aber kurzzeitig bei Schwangeren zur Verhärtung des Bauches.

Trotzdem können sie ein Grund dafür sein, einen Orgasmus vielleicht nicht allzu häufig erleben zu wollen.

Insidertipp: Ist der Geburtstermin überschritten, kann Sex dem Kind ein wenig auf die Sprünge helfen. Zum einen durch die Kontraktion beim Orgasmus, zum anderen enthält Sperma Prostaglandine. 

Dies lockert den Muttermund auf. Und durch die Dosierung aller Mittel wird in hoher Dosierung in gängigen Medikamenten zur klinischen Geburtseinleitung enthalten.

Manchmal kommt es vor, dass nach dem Sex leichte Blutungen auftreten. Diese sind oft harmlos. Durch kleinste Verletzungen der Schleimhäute in der Scheide, die extrem stark durchblutet sind, die ganz leicht zu bluten beginnt.

Oft hört die Blutung schnell wieder auf. Im Zweifelsfalle darf die Hebamme oder Frauenärztin kontaktiert werden. Sorgen brauchen da nicht bestehen, zu viele Details braucht man aber auch nicht preisgeben.

Bei periodenstarken Blutungen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Brüste

Die Brüste verändern sich während der Schwangerschaft laufend.

Sie werden größer, praller, die Warzenhöfe vergrössern sich und werden dunkler, die Brustwarze steht hervor. Und vor allem werden die Brüste sehr viel empfindlicher.

Ab der 20. SW beginnt die Milchbildung, welche bei wenig Stimulation direkt herausläuft.

Es kann passieren, dass durch verschiedene Hormone eine dauerhafte Stimulation der Brustwarze, zum Beispiel durch Klammern, Wehen ausgelöst werden können.

Das ist allerdings unproblematisch, solange man keine Probleme mit vorzeitiger Wehentätigkeit hat. 

Die Schwangere sollte sich nach ihren Gefühlen richten und herausfinden, was ihr gut tut. Durch starke Brustwarzenstimulation ist noch keine Frühgeburt ausgelöst worden.

Ein Brustwarzenpiercing verursacht später beim Stillen eventuell Probleme, da dabei Milchgänge durchtrennt werden können.

Beim Vernarben dieser Gänge ist es denkbar, dass sie verstopft werden und so der Milchstau begünstigt wird. Allerdings beschreibt diverse Fachliteratur, dass Frauen trotz Piercing erfolgreich stillen konnten.

In jedem Fall sollte aber die Hebamme über ein Piercing unterrichtet werden oder sich ein Piercing stechen zu lassen, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist.

Beim Stillen solltest Du den Schmuck auf jeden Fall entfernen, da er sonst vom Kind verschluckt werden könnte.

Fesselspiele

Die Rückenlage kann für weit fortgeschrittene Schwangere eine unangenehme Position werden. 

Oft wird ihr schwindlig und sie empfindet ein Beklemmungsgefühl, eventuell sogar Atemnot. Würde sie so liegen bleiben, würde es zur Ohnmacht führen.

Instinktiv dreht sie sich immer auf die Seite. Deshalb darf eine Schwangere niemals auf dem Rücken liegend fixiert werden!

Während des Sitzens oder Stehens über mehrere Stunden kann es zu Kreislaufproblemen kommen und die Thrombosegefahr wird erhöht. 

Hygiene

Auch wenn es allgemein bekannt sein sollte: Alle Dinge, die in der Analgegend angewendet werden, kommen auch mit Kot in Berührung. Und damit haben sie nichts in der Scheide zu suchen! 

Bakterien und Pilze können so zu Blasenentzündungen und Scheidenpilzen führen.

Eine gesunde und nichtschwangere Scheide und dessen Flora kommen mit diesen Keimen klar. In der Schwangerschaft verändert sich die Flora und sie wird anfälliger für Infektionen. 

Diese Keime können zu einer Muttermundentzündung führen, die wiederrum eine vorzeitige Öffnung verursachen kann. Solche Infektionen sind häufige Ursachen für Frühgeburten!

Der sicherste und einfachste Schutz sind Kondome und Handschuhe und vor allem Händewaschen.

Das Einführen von Blasen-Kathetern ist während der Schwangerschaft tabu!

Klistiere

Einläufe sind ein probates Mittel zur Geburtseinleitung.

Deshalb sind sie, außer vielleicht kurz vorm Geburtstermin, mit Vorsicht zu genießen.

Von Zusätzen ist generell abzuraten.

Schläge

Dass Schläge in der Bauchgegend nicht erlaubt sind, versteht sich von selbst.

Intimpiercing

Piercings in der Nähe der Klitoris sowie der Schamlippen sollten entfernt werden, da bei der Geburt Risse in der Haut begünstigt werden.

Knebel, Masken und Atemreduktion

Durch Sauerstoffmangel wird auch die Sauerstoffzufuhr des ungeborenen Kindes beeinflusst, daher muss mit den Dingen extrem vorsichtig umgegangen werden.

Knebel, die die Atmung nicht beeinträchtigen, sollten okay sein, wobei die nonverbale Kommunikation nicht blockiert werden sollte.

Atemreduktion ist untersagt, dürfte aber selbstverständlich sein.

Dehnungsspiele

Bei einer Geburt wird eine Scheide auf unvorstellbare Weise gedehnt.

Für eine Schwangere ist es vielleicht nicht ganz so schlimm, wenn sie weiß, dass die Scheide zu derartiger Dehnung fähig ist. In vielen Fällen kann dies einen Dammschnitt vorbeugen.

Deshalb ist es sogar vorteilhaft, wenn man die Dehnung zwei bis drei Wochen vor dem Geburtstermin übt.

Die Schwangere sollte bequem liegen, es braucht Zeit und viel Gleitgel (kein Öl), und das im Idealfall einmal am Tag.

Inzwischen gibt es entsprechtende Gummiballons zu kaufen, die das Gefühl eines durchtretenden Babykopfes simulieren sollen. Aber eine Männerhand tut es auch.

Gleitgel sollte ohne Zusätze verwendet und direkt aus der Tube aufgetragen werden. Von Öl ist abzuraten, da es ein Nährboden für Keime ist. Ansonsten beachtet die Hinweise unter "Hygiene".

 

Ich hoffe, dass diese Tipps Dir weiter helfen und Du trotz der Schwangerschaft Deine Liebe zum BDSM nicht aufgeben musst.

Hast Du schon einmal Deine Leidenschaft als Schwangere erlebt und einige Tipps? Schreib sie in die Kommentare!

 

 

 

 

2 COMMENTS

  • Hallo Lady Julina,

    könnten Sie mal was bringen zum Thema Tattoos, Piercings und Brandings im BDSM Bereich. Sowie des verschluss mit Piercings?

    Danke

    • Mhhm, da müsste ich schauen, mit derlei Dingen (gerade was in Klinik/Medizinbereiche) geht, habe ich gar keine Erfahrung. Müsste also erst einmal mich informieren, das Thema aber aufgreifen. Kann nur etwas dauern 🙂

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