Warum die Hodensackinfusion heftig wirkt, aber ein aufregendes Erlebnis für Bizarrliebhaber ist!

Aus dem weißen Bereich des BDSM ist die Hodensackinfusion eine aufregende, aber auch gefährliche Variante.

Hier erfährst Du alle Details dazu, was es bei der Hodensackinfusion zu beachten gibt, welche Mittel und Wege Du ergreifen solltest und wie Du zu Deinem persönliches Ziel kommst.

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BDSM-Ratgeber: Hodensackinfusion mit Lady Julina für Bound-n-Hit from Julina Bauer on Vimeo.

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Seit wann die Hodensackinfusion existiert.

Bei dieser Praktik handelt es sich nicht, anders wie bei anderen Praktiken, um eine neuartige Praxis. Erste Veröffentlichungen kann man bereits bis in die 90er des 20. Jahrhunderts zurückverfolgen.

Deshalb kann man getrost davon ausgehen, dass die Praxis nicht so selten ausgeübt wird, wie man vielleicht glauben mag.

Auch in der heutigen Zeit bekommen viele Domina-Studios Anfragen zu dieser Praxis und üben sie regelmässig aus.

Wer sich für die Hodensackinfusion begeistern kann.

Unter den Stino bzw. Vanilla-Paaren wird die Hodensackinfusion wohl meist eher kopfschüttelnd belächelt und man wird die Entscheidung des Mannes, der es liebt sich etwas spritzen zu lassen, wohl kaum nachvollziehen können.

In verschiedenen Presseberichten spricht man auch eher von einer sehr bizarren Praktik, die sich vermutlich auch irgendwie in den Bereich fragwürdig abheften ließe.

Diese Meinungen sind weitestgehend nachvollziehbar, allerdings ganz und gar nicht korrekt. Die Hodensackinfusion ist keine Praxis, die nur durchgeführt wird, weil sie gerade "in" ist, noch sind die Personen, die diese Art ausleben, krankhaft veranlagt.

Es ist allerdings korrekt, dass sich die Praxis weit außerhalb des Durchschnittes befindet und damit in keinem "gesellschaftlich normalem Sexualverhalten" vorkommt.

Dennoch gilt, wie bei jeder anderen Praktik: Sind sich beide Partner einig, treten keine Probleme auf. Manchmal erschwert die allgemeine Ablehnung dieses Themas aber die Kommunikation mit dem eigenen Partner, da man sich nicht traut einfach zu fragen, ob er oder sie es gerne einmal probieren würde.

Es ist etwas leichter hier einen Korb zu kassieren, als bei "harmlosen und gesellschaftsfähig nicht ganz so unklassischen" BDSM-Spielchen.

Möchte man ein ganz anderes Körpergefühl erleben, ist die Hodensackinfusion ein Erlebnis, welches Bände sprechen kann. Ist ein Hodensack mit einem Liter Flüssigkeit gefüllt, hängt er schwer und prall herunter. Es schmerzt nicht, erinnert aber stets und ständig daran, was man denn zwischen den Beinen trägt. Für den Partner hat dieser Anblick entsprechend auch einen sehr imposantener.

Empfindet man einen Reiz bei der Hodensackinfusion, kann man diese durchaus auch als sehr erotisch und sexuell erregend empfinden.

Nimmt man die Hodensackinfusion im Zusammenhang mit BDSM, kann auch hier die gängige Beziehungsdynamik eine Rolle spielen. Der aktive Part hat Lust auf die weiße Erotik an einem der sensibelsten Bereiche des passiven Partes – seines Hodensackes.

Man gestattet nicht nur die Penetration und liefert sich sehr weit aus, sondern man kann auch noch Tage später, meist bis zu 4 Tage, die Reste der Infusion bewundern und wird an die Praktik erinnert.

Das Machtgefühl, welches man erlebt, wenn man eine (temporäre) Veränderung des Körpers seines Schützlings vollzieht, spricht ebenso Bände.

Vorgehensweisen, von denen dringend abgeraten wird.

Nachfolgende Vorgehensweisen bringen hohe Risiken mit sich, so dass von der Ausübung daher dringend abgeraten wird.

  1. Verwendung nicht sterilisierter Gerätschaften.
    Man spart vielleicht einige Euros, wenn man auf günstige oder nicht sterile Gerätschaften zurück greift. Dennoch steht diese Ersparnis in keinem Verhältnis zum Risiko, welches man dem Mann aussetzt.
  2. Infusionen von anderen Substanzen, außer Kochsalzlösung aus der Apotheke in den Hodensack.
    Es wurde schon oft über Menschen berichtet, die sich Öl, Luft oder Gleitgel infundiert haben. Dies kann aber sehr schnell in einem unangenehmen Besuch im Krankenhaus ausarten. Man sollte nicht unterschätzen, dass es sich bei dieser Praxis um einen medizinischen Eingriff handelt, bei dem man wirklich nur geeignete Mittel verwendet.
  3. Injektionen von Kochsalzlösung direkt in die Hoden, statt in den Hodensack.
    Zwar ist es machbar, wird auch von manchen Anhängern durchaus praktiziert. Allerdings erhöht sich das Risiko, das bei der Injektion erheblich etwas schief geht. Gerade auch bei Mitteln, die über die Kochsalzlösung hinaus gehen. Es ist völlig unklar, was die Injektion mit den Hodenkanälchen anrichtet, in denen die Spermien entstehen und Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben könnte. Außerdem kann es zur Entzündung und zur notwendigen Entfernung der Hoden kommen.
  4. Injektion mit Spritzen, statt mit Infusionen aus einem Infusionsset.
    Es ist normalerweise möglich, größere Mengen mit Hilfe von Spritzen bzw. Kanülen zu injizieren. Sofern man die Kanüle stecken lässt und die Spritze öfters abzieht, neu befüllt und wieder ansteckt, da man hier nur einen einzelnen Einstich braucht. Dennoch erhöht sich das Risiko Luft und Keime in den Hodensack zu befordern. Lediglich, wenn man mit kleineren Mengen arbeiten möchte, ist es ratsam eine Spritze, statt einem Infusionsset zu benutzen.

Der Unterschied zwischen einseitiger und beidseitiger Infusion.

Die Infusion lässt sich bei Zuhilfenahme von zwei Braunülen in beide Kammern des Hodensackes injizieren. Man kann aber auch nur einen Hodensack füllen.

Die einseitige Infusion hat den Vorteil, dass nur ein Einstich nötig ist und das Risiko einer Infektion sofort um die Hälfte reduziert. Die gefüllte Kammer dehnt sich aus, die ungefüllte wird zusammengepresst. Dadurch erreicht man einen halbwegs gleichmäßigen Eindruck.

Die natürliche Größe der Kammer wird auch das maximale Füllvolumen begrenzen. Möchte man also im wahrsten Sinne des Wortes einen prall gefüllten Sack haben, sollte man darüber nachdenken, beide Kammern zu füllen. Für Beginner ist es jedoch ratsam, erst einmal mit der einseitigen Infusion zu starten.

Entscheidet man sich für die beidseitige Infusion, ist es wichtig, das beide Kammern zeitgleich gefüllt werden. Sonst kann es im prallen Zustand schwer werden die deutlich kleinere Kammer noch mit der Braunüle zu treffen, da sie sehr flach gedrückt sein wird.

Mithilfe eines Adapters kann man zwei Braunülen an der Infusionsflasche miteinander verbinden.

Welche Einfüllmenge sich bei Anfängern und Fortgeschrittenen empfiehlt.

Beginnt man gerade mit der Hodensackinfusion, ist eine einseitige Infusion von höchstens 500ml anzuraten. Alles über einem Liter hinaus sollte den erfahrenen Menschen in diesem Bereich vorbehalten bleiben, da sie die Reaktion auf den Körper bereits genau einzuschätzen wissen.

Die Flüssigkeit wird meist nur sehr langsam abgebaut. Daher sollte man seine Planungen für die kommenden Tage erst einmal an die Gegebenheiten der Infusion anpassen. Praktiziert man die Infusion heimlich und die Partnerin weiß nichts davon, sind Mengen von 100ml ratsam, da diese schneller abgebaut werden und von der Partnerin auch nicht direkt entdeckt.

Füllt man zu Beginn zu viel in den Hodensack, kann die Haut sehr stark spannen und dies wird beim Abbau zu einem unangenehmen Gefühl führen. Trainiert man aber regelmässig, wird sich auch der Körper daran anpassen und man kann nach und nach die Mengen weiter steigern.

Bei größeren Mengen kann es durchaus passieren, dass die Flüssigkeit auch in den Penis wandert und ihn anschwellen lässt, welches die Fähigkeiten beim Geschlechtsverkehr etwas einschränken könnte.

Erforderliches Equipment, Umgebung und Vorbereitungen.

Einkaufsliste

  • 4 Infusionssets [ Hier bei Amazon einkaufen. ]
    Eine größere Anzahl von Sets garantiert, dass, sollte ein Set unsteril werden, sofort ein Ersatzset greifbar ist.
  • 3 Braunülen [ Hier bei Amazon einkaufen. ] und 3 Butterfly-Kanülen [ Hier bei Amazon einkaufen. ]
    Auch hier gilt, das jeweils eine Kanüle als Ersatz gedacht ist. Ebenso ist es empfehlenswert, sein Instrument erst einmal kennen zu lernen, deshalb ist es nie verkehrt, lieber eines auf Vorrat zu haben. Die Gauge sollte eine Stärke von 16-21 haben. Kleiner bedeutet eine dickere Kanüle, was zu einem schmerzhaften Einstechen führen kann. Größere Stärke bedeutet schmalere Kanüle und geringeren Durchfluss.
  • Medizinisches Klebeband [ Hier bei Amazon einkaufen. ]
    Sie dient dazu, alles an der Haut festzuhalten.
  • 500-1.000ml Kochsalzlösung (Saline) [ Hier bei Amazon einkaufen. ]
    Bis zu 2.000ml sind zwar möglich, aber beim ersten Versuch sollte man sich doch mit weniger zufrieden geben.
  • Sterile latexfreie Einmalhandschuhe [ Hier bei Amazon einkaufen. ]
    Latexfrei deshalb, das es nicht problematisch wird, wenn eine der beteiligten Personen doch eine Latexallergie hat.
  • Chirurgisches Desinfektionsmittel für die Haut [ Hier bei Amazon einkaufen. ]
    Als Flüssigkeit oder Spray möglich.

Wie man sehen kann, ist man mit knapp 30 Euro dabei. Natürlich geht es auch noch günstiger, dennoch sollte man nicht an wichtigen Dingen sparen und somit eine Infektion riskieren. Abgelaufene oder zu lang gelagerte Gegenstände gehören unverzüglich in den Müll.

Man kann sich alle oben angegebenen Dinge aber auch in der Apotheke kaufen. Möchte man hingegen "anonym" seinen Fetisch leben, ist es auch möglich, sie einfach im Internet bei Amazon zu kaufen. Die entsprechenden Links habe ich hinter die einzelnen Dinge der Einkaufsliste geschrieben.

Umgebung und Zubehör

Ein warmes Zimmer ist für die Vorbereitung unabdingbar. Denn: Hoden ziehen sich bei Kälte zusammen und werden kleiner. Dies würde eine Infusion unnötig verkomplizieren. Daher sollte man auf ein warmes, besser noch sehr warmes Zimmer achten, welches zugfrei gehalten werden sollte.

Eine gute Ausleuchtung während der Infusion ist unabdingbar. Danach kann man jederzeit in ein romantisches Schummerlicht wechseln.

Die Kochsalzlösung sollte auf der Heizung zuvor auf 40-45°C aufgewärmt werden. Dieser Wert ist beabsichtigt hoch angesetzt, da die Flüssigkeit auf dem Weg im Schlauch leicht abkühlt und dann körperwarm ist. Verwendet man wider erwartend Spritzen, sollte die Temperatur bei 40°C liegen.

Es gibt aber auch Möglichkeiten die Lösung in der Mikrowelle zu erwärmen. Allerdings ist hier Vorsicht geboten. So zum Beispiel können extreme heiße Bereiche entstehen, die von außen nicht fühlbar sind. Daher gilt: Niedrige Wattzahl, mehrfach schüttern und neu in der Mikrowelle positionieren. Vor Verwendung sollte man die Flüssigkeit an der Lippe testen, ist sie zu heiß, wartet man einfach kurz ab.

Auch die Möglichkeit im warmen Wasser zu erwärmen ist denkbar, allerdings sollte darauf geachtet werden, das Wasser nicht mit der Kochsalzlösung zu vermengen.

2-3 frisch gewaschene Handtücher helfen eventuelles Blut aufzunehmen oder Infusionsflüssigkeit aufzusaugen.

Dauer

Die Dauer beträgt in den meisten Fällen gut 2 Stunden.

In dieser Zeit sollte derjenige, der die Hodensackinfusion empfängt, sitzen können. Daher sollte man für eine bequeme Sitzgelegenheit sorgen, bei der man mit gespreizten Beinen eine längere Zeit verweilen kann.

Der ausführende Partner muss über die gesamte Dauer knien oder hocken können. Daher sorgt eine Matte oder ein Kissen für die nötige Bequemlichkeit.

Der Hodensack sollte über die Kante der Sitzgelegenheit frei hängen können. Andere Positionen sind zwar auch möglich, allerdings hängt nur im Sitzen der Sack so frei zugänglich nach unten.

Von einer stehenden Position ist abzuraten, da im Falle einer Ohnmacht die Verletzungsgefahr zu hoch ist.

Vorbereitungen

Man sollte sich stets der Risiken bewusst sein und diese im Hinterkopf behalten. Und gründlich darüber nachdenken, ob diese Praktik so wichtig ist, das man über entstehende Risiken hinwegsehen kann.

Ein Eimerchen für die Entsorgung der Braunülen sollte bereits vorbereitet werden, da man gebrauchte Nadeln nicht wieder in die Verpackung steckt, da man sich sonst leicht an ihnen verletzen könnte. Dabei sollte man die Übertragung von Krankheiten über die Blutbahn, wie HIV, bedenken. Es eignet sich aber auch hervorragend eine Einwegflasche oder eine leere Dose, die im Anschluss mit Klebeband verschlossen und in den Hausmüll geworfen wird.

Der passive Part sollte sich einige Stunden zuvor gründlich rasieren und eincremen. Haare stören ungemein beim keimarmen arbeiten. Die Rasur reizt die Haut und kann zu Juckreiz führen, wenn der Hodensack langsam an Größe gewinnt.

Kleine, bei der Rasur verursachte Schnitte können sich erneut öffnen und bluten, wenn der Hodensack beginnt zu spannend. Es handelt sich hier zwar um ein harmloses, aber doch lästiges Problem.

Er sollte direkt vor der Behandlung warm bis heiß duschen, bis der Hodensack ganz entspannt nach unten hängt. Dabei sollte er ihn abseifen und mehrfach säubern und im Anschluss mit einem frischen Handtuch trocknen.

Das Infusionsset bleibt bis zur letzten Sekunde verpackt. So gewährt man das höchste Maß an sterilem Geschirr. Infusionszubehör kann hingegen schon so platziert werden, dass der Auslauf nach unten hängt. Die Position sollte zum Kopf des zu Behandelnden sein und dennoch gut erreichbar für den ausübenden Partner.

Ein Handtuch auf dem Stuhl des "Opfers" sorgt für nötige Sauberkeit. Auf dieses setzt er sich mit gespreizten Beinen, so dass man freien Zugang zu den Hoden hat.

Mit chirurgischem Desinfektionsspray wird die Einstichstelle besprüht, wenige Minuten gewartet und dann nochmals eingesprüht.

Durchführen der Infusion der Hoden.

Legen der Infusion

Wie eine Infusion gelegt wird, kann man in 14 Schritten erlernen. Hier der Plan:

  1. Die Infusionsflasche wird ungefähr in Höhe des Kopfes des "Opfers" platziert, so dass sie aber auch für den ausübenden Partner gut zu erreichen ist.
  2. Verfügt die Infusionsflasche über ein Belüftungsventil, muss dieses geöffnet werden. Bei Beuteln entfällt dieser Schritt ganz.
  3. Entfernen des Aluminiumsiegels über dem Gummipfropfen der Infusionsflasche.
  4. Entnehmen des ersten Infusionssets aus der Verpackung und dessen Schlauchventil wird geschlossen. Wichtig: Den Dorn des Sets dabei auf keinen Fall berühren.
  5. Oberen Teil des Infusionssets wird durch den Gummipfropfen in die Infusionsflasche bzw. Beutel gebohrt.
  6. Öffnen des Schlauchventils um ungefähr 2/3. Die Lösung wird in das Schauglas tropfen und von dort aus in den Infusionsschlauch.
  7. Abschlusskappe des Infusionsschlauches entfernen und der passive Part hält ihn so in der Hand, das er die Auslauföffnung nicht berührt.
  8. Die Lösung durch den Schlauch fließen lassen, durch Drücken des Schlauches werden festsitzende Luftblasen problemlos entfernt. Die Infusionslösung wird am Ende heraustropfen und in das Handtuch fließen. Das ist auch für den Moment beabsichtigt und sollte auch nicht verhindert werden.
  9. Bei blasenfreiem Schlauch wird das Schlauchventil geschlossen und das Tropfen im Schauglas stoppt.
  10. Erste Braunüle aus der Verpackung nehmen und die Schutzhülle entfernen. Die Braunüle muss mit Daumen und Zeigefinger am Katheterteil fixiert werden, da sonst die Nadel herausrutscht. Dies sollte zuvor bestenfalls etwas geübt werden.
  11. Braunüle wird in einem Winkel von ca. 45° oben in den Hodensack gestochen. Die Einstichstelle liegt ca. 1,5-2cm unterhalb der Peniswurzel und 1,5 Finger breit seitlich der Mittelnaht des Hodensackes. Die Braunüle sollte ca. 1,5-2cm tief und gerade eingestochen werden. Zu tiefe Stiche könnten den Hoden verletzen, zu flache könnten wieder herausrutschen. Auch Samenleiter dürfen nicht durchbohrt werden.
  12. Braunüle mit beiden Händen fassen und die Nadel entfernen, um sie in dem vorbereiteten Döschen zu entsorgen, den Katheter solange mit der anderen Hand halten.
  13. Infusionsende mit dem Katheter verbinden und den Schlauch am Bauch oder Hodensack mit Klebeband fixieren.
  14. Schlauchventil öffnen und einen Durchfluss mit 5-6 Tropfen / Sekunde einstellen.

Beobachten der Infusion

Die Infusion sollte niemals leerlaufen. Das bedeutet in der Flasche bzw. dem Beutel sollte immer noch ein wenig Flüssigkeit übrig bleiben. Es dürfen auf keinen Fall Luftblasen in den Hodensack gelangen.

Sollte man doch versehentlich die Tropfkammer leerlaufen lassen haben, muss das Schauchventil geschlossen und der Katheter aus dem Sack entfernt werden.

Die Infusion sollte auf 5 Tropfen pro Sekunde eingestellt werden. Man kann aber auch zwischen allen Varianten wählen, egal ob 1 Tropfen pro Sekunde oder ein laufender Strahl, da kein Blutgefäß infundiert wird.

Bei 5 Tropfen pro Sekunde dauert es ungefähr eine Stunde, bis 500ml infundiert sind. Die Tropfrate sollte man von Zeit zu Zeit kontrollieren, denn sie kann sich auch von allein verändern.

Unterschreitet man 20% Füllvolumen der Flasche, sollte man dauerhaft ein Auge darauf werfen, damit sie nicht versehentlich leer läuft.

Wechseln der Infusionsflasche

Möchte man mehr als nur eine Flasche bzw. einen Beutel infundieren muss gewechselt bzw. nachgefüllt werde. Dies geschieht, aufgrund der Gefahr des Leerlaufens, bei ca. 10% Restfülle.

Der Wechsel sollte folgendermaßen vonstatten gehen:

  1. Flaschenventil vollständig schließen, bis das Tropfen zum Stillstand kommt. Im Schauglas sollten einige Zentimeter Restflüssigkeit verbleiben.
  2. Neue Flasche neben die entleerte Flasche hängen und entsiegeln.
  3. Den Dorn aus der alten Flasche ziehen und durch den Gummipfropfen der neuen Flasche bohren.
  4. Das Schlauchventil öffnen und die Tropfrate einstellen.

Ziehen der Infusion

Mit Desinfektionsmittel leicht besprühter Tupfer leicht auf die Einstichstelle drücken und den Katheter vorsichtig herausziehen. Der Tupfer verbleibt dann auf dieser Stelle.

Man kann so weitestgehend steril arbeiten und eine kleinere Menge Blut sofort aufnehmen.

Den Tupfer kann man mit einem Pflaster festkleben oder aber, wenn nichts mehr austritt, komplett darauf verzichten.

Es ist danach ratsam nochmals eine kleine Menge Desinfektionsmittel auf die Einstichstelle zu sprühen.

Nachsorge nach der Infusion.

Hat man die Infusion erfolgreich gezogen und sind keine grösseren Blutungen aufgetreten, ist die Flüssigkeit dort angekommen, wo sie sein sollte. Dort wird sie nach und nach vom Körper abgebaut.

So wird der Sack langsam abschwellen. Die lokale Schwellung des Sackes kann durch die Einlagerung von Flüssigkeit im Gewebe auch auf den Penis übergehen. Diese Schwellungen sind aber harmlos und verschwinden nach einigen Stunden vollständig.

Manchmal kann es passieren, das ein wenig Flüssigkeit aus der Einstichstelle austritt und damit mehrere Tage feuchte Hosen zur Folge hat.

Um Flüssigkeit etwas schneller abzulassen kann man, wenn man es möchte und etwas extremer mag, mit sterilen Nadeln in den prallen Sack stechen. Dennoch steigt das Infektionsrisiko mit jeder neu hinzugefügten Verletzung.

Man sollte die darauffolgenden Tage auf übermäßige Wärme, Rötungen oder Schwellungen achten, die eine Infektion zumeist rechtzeitig ankündigen. Fühlt sich das Gewebe hingegen kühler an ist dies in Ordnung und auf die Wassereinlagerung zurückzuführen.

Schwitzt man das Wasser am Sack selbst aus ist dies auch kein Grund zur Sorge.

Je nach infundierter Menge kann das vollständige abschwellen bei 500ml bis zu 3 und bei 2l bis zu 6 Tage dauern. Hämatome haben eine Verweildauer bis zu 10 Tagen.

Risiken bei der Infusion.

Hodensackinfusionen stellen einen medizinischen Eingriff dar. Daher sind auch Risiken gegeben, die auch bei fachgerechter Ausführung eintreten können.

Blutungen

Der Hodensack selbst ist gut durchblutet und mit viele kleinen Äderchen durchzogen. So kann es beim entfernen des Katheters zu Blutungen kommen. Sie sind meist ungefährlich und können gestoppt werden, indem man einige Minuten kräftig mit einem Pflaster auf die Einstichstelle drückt.

Man sollte schon beim Einstechen darauf achten nur neben sichtbare Blutgefäße zu stechen. So kann man Blutungen oder Hämatomen vorbeugen.

Kommt es hingegen zur Blutung, wird es spätestens 2 Tage später zu einem Hämatom an der Einstichstelle kommen.

Bei Medikamenteneinnahme, die die Blutgerinnung hemmen, wird es mit größerer Wahrscheinlichkeit zu Hämatomen kommen. Sie sind deutlich sichtbar, aber harmlos.

Infektionen

Hierbei handelt es sich um das größte Risiko, welches leider nur schwer zu vermeiden ist. Auch die beste Vorbereitung bietet keinen einhundertprozentigen Schutz.

Infektionen in Körperhöhlen sind bedenklich. Gerade bei den Hoden, die mit der Leibeshöhle in Kontakt kommen, kann eine Infektion den gesamten Bauchraum besiedeln. Und dies kann durchaus lebensgefährlich werden.

Eine Infektion kann man daran erkennen, dass auch nach einigen Tagen der Sack nicht richtig abschwillt, er dicke, rote und warme Schwellungen aufweist oder an sich stark gerötet oder warm ist.

Fieber und Mattigkeit sind auch erste Warnsignale.

In der Regel hilft es Antibiotika zu verabreichen, dennoch kommt man um eine Besuch beim Arzt nicht herum. Die Geschichte sollte man dann so erzählen wir sie war, damit der Arzt entsprechend handeln kann.

Ohnmacht

Besonders wenn man den Anblick von Spritzen und Blut nicht ertragen kann, ist eine Ohnmacht wahrscheinlich.

Deshalb sitzt der Mann auch auf einem Stuhl, damit größere Verletzungen im Falle eines Falles gar nicht auftreten können.

Man zieht im Falle einer Ohnmacht den Katheter, legt die Beine hoch und beobachtet Herzschlag und Atmung, bis man wieder erwacht.

Kommt man selbst nicht weiter und gerät in Panik ist der Griff zum Telefon unumgänglich.

Medizinische Besonderheiten

Bei Hodenhochstand ist von eine Hodensackinfusion dringend abzuraten. Im schlimmsten Falle kann dies durch unglückliche Umstände zum Verlust des Hodens führen.

Bluter und Menschen mit verminderter Blutgerinnung durch Medikamente sind ebenso von diesem Spiel ausgeschlossen.

Rechtliche Schwierigkeiten

Die Hodensackinfusion fällt unter die gefährliche Körperverletzung nach §224 des deutschen Strafgesetzbuches (StGB). Dazu habe ich aber bereits einen separaten Beitrag gemacht, der hier nachgelesen werden kann.

Hast Du bereits einmal die Hodensackinfusion betrieben? Und Tipps? Dann schreib sie in die Kommentare und lass andere daran teilhaben.

4 COMMENTS

  • Hallo Lady Julina,
    Die Hodensackinfusion führe ich schon ein paar Jahre durch. Das ist immer wieder ein sehr schönes Erlebnis wie die warme Lösung langsam in den Hodensack läuft und der Sack immer praller wird. Die Einstichstellen sind bei mir unterschiedlich. Von der Peniswurzel bis seitlich im Hodensack. Schon die Vorbereitungen sind für mich erregend. Ich führe die Infusion beidseitig durch. Die Lösungsmenge je Kammer liegt von 250 ml bis 500 ml. Ein größere Menge habe ich noch nicht versucht. Wird aber auch noch kommen. Ich lege meine Beine auf das Bett und mein Oberkörper sitzt aufrecht an eine Rückenlehne geleht. Leider muß ich diese Praxis alleine und heimlich durchführen. Manchmal kann ich es kaum erwarten alleine zu sein um meine Neigung zu stillen. Das ist bei mir fast wie eine Sucht.
    MfG
    Lutz

    • Vielen Dank für den Erfahrungsbericht, dass diese Vorliebe doch wirklich enorm erregend und auch spannend sein kann.

  • Hallo,Ich noch mal.
    Es ist auch ein ganz geiles Gefühl, wenn ich mir die Infusion von hinten verabreiche, in der sogenannten Hündchenstellung. Da hängt auch der Sack frei herunter. Die Einstichstellen befinden sich gleich unterhalb des Damm. Weiter verabreiche ich mir die Infusionslösung in den Unterbauch rechts und links von der Leiste. Dabei lege ich mich hin. Ein tolles Gefühl. Hier läuft die Infusion nicht gleich in den Hodensack.
    Gehört zwar hier nicht her, aber ich spritze mir die Injektionslösung in meine Brüste. Das ist mir mich auch ein ganz tolles Gefühl, wenn da 250 ml in jeder Brust sind.

  • Hallo,
    Ich würde gerne etwas über die Hodennadelung erfahren. Wie sie richtig durchgeführt wird.

    Gruß Lutz

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