“BDSM? Mit dem kranken Mist habe ich nichts am Hut!”

Herzlich zum lachen!

Diese Nachricht laß ich neulich in meinem Postfach und musste herzlich darüber lachen. Wieso erzähle ich Dir hier genauer.

 

Auf einen der zahlreichen Portale im Netz kann ich als Darstellerin eingeben, dass an eine bestimmte Gruppe von Mitgliedern regelmäßig sogenannte Automails verschickt werden sollen.

In diesem Fall habe ich wohl meinen Filter nicht richtig eingestellt und die Nachricht landete im falschen Postfach.

Nämlich von einem Herren der sogenannten Stino-Gesellschaft. Stino sind übrigens Menschen, die banal gesagt ein ganz normales Sexualleben führen. 

Wobei ich natürlich BDSM in keinster Weise zu unnormalen Sachen zähle. 

Im besten Falle machen diese Stinos noch ihr Lichtlein zu Hause aus, schließen das Türchen ab und ziehen sich mit einem Abstand von 2 Metern aus, um sich unter der Bettdecke zu begegnen und dort alltertümliche Dinge zu betreiben.

Sie kommen oft nicht um ihr langweiliges und stupides Bild heraus, haben eine vorgefertigte Meinung zum Thema BDSM. 

Natürlich, es wird ohne Frage auch noch durch die Beiträge auf den privaten Sendern begünstigt. Die Berichte über das "schlimme und kranke BDSM" werden aufgebauscht und der Bevölkerung als etwas schlimmes verkauft.

 

Ich erinnere mich sehr gerne noch an ein bestimmtes Format: "Exklusiv – Die Reportage"

Eine junge Frau und dessen dominante Partnerin lieben das Petplay. Sie haben sogar richtige Outfits zusammen gestellt und spielen regelmäßig ihr Spiel. Die junge Frau als Pony, die dominante Partnerin als Besitzerin. 

Diese gemeinsame Vorliebe der beiden wurde extrem ins Lächerliche gezogen. Es wurden Befehle gegeben, die meines Wissens nach nicht in ein aktives Petplay-Spiel hineingehören.

Im späteren Verlauf wechseln sie nach draußen und betreiben dort ihre Lust und Laune am hellichten Tage in der Öffentlichkeit, auch während Kinder vorbeilaufen, die natürlich neugierig fragen.

Jeder verantwortungsvolle BDSMler weiß sich der Gefahren und würde derlei Spiele niemals in öffentlichen Orten spielen. Für Petplayer gibt es sogar separat abgegrenzte Gebiete mit Ställen und Co., die auch in jeder Umgebung zu finden sind.

Der klassische Stino denkt nun aber folgendes: "Diese völlig kranken unverantwortungslosen BDSMler haben keinerlei Rücksicht gegenüber der anderen Leute und wie kann man sich nur so lächerlich machen?"

 

Es ist keine Frage, dass nur Menschen mit wenig Intelligenz glauben können, was sie dort sehen. Wer wirklich glaubt, was dort gezeigt wird, ist nicht wirklich zurechnungsfähig.

Aber das ist das Problem. Das Bild des BDSMlers wird als krankes Wesen verunglimpft, der psychisch ohne Zweifel extrem krank sein muss.

In Wahrheit aber ist BDSM ein wunderbares Spiel, welches jedes Sexualleben absolut bereichern kann. Und mit Sicherheit hat es nicht nur etwas mit Schmerzen zu tun. 

Liebe Leser! BDSM ist nicht gleich SM. 

B ondage D isziplin S adismus M asochismus ( = kann, aber muss nicht mit Schmerz zusammen hängen)
S adismus M asochismus ( = einzig und allein in Zusammenhang mit Schmerzen)

Das bedeutet auch, dass jemand, der sich gerne fesseln lässt, dabei nicht unbedingt verprügelt werden möchte. Oder derjenige, der es liebt ausgepeitscht zu werden, dabei nicht unbedingt in Seilen liegen will.

Um es mal in banaler Kurzform zu erklären. Die Details sind größer, klar, aber ich möchte jetzt auch keine Romane erzählen.

 

Ich schweife ab… Wo waren wir? Achja. Die Nachricht die ich bekommen habe.

"BDSM? Mit dem kranken Mist habe ich nichts am Hut!"

Nachdem ich herzhaft gelacht habe, konnte ich mir eine Antwort natürlich nicht verkneifen.

Normalerweise kümmern mich solche Nachrichten ja nicht, aber ich war gut drauf und ab und zu möchte ich auch einmal reagieren.

Meine Antwort an den Herren war also: 

"Danke, dass Du mich so herzlich bespasst hast, mein Tag begann eher schlecht, jetzt strahlt die Sonne. Und übrigens: Wenn Du beim Sex Deiner Partnerin einen Klapps auf den Hintern verpasst, dann hat das auch mit BDSM zu tun. Wenn es auch nur im kleinen Sinne ist. Also pass auf, dass Du Dich nicht ansteckst."

Die Antwort war vorauszusehen, Männer sind eben doch extrem berechenbar, auch wenn sie es nicht zugeben. Ich wurde natürlich beleidigt. Die Wörter will ich an der Stelle nicht wiederholen – denn die gehören nicht zum BDSM.

 

Die Frage die sich mir stellt: Mögen diese Menschen es eigentlich doch im tiefsten Inneren BDSM zu erleben? Oder haben sie es sogar erlebt und trauen sie es nicht nach draußen zu tragen, da sie Angst haben als unnormal abgestempelt zu werden?

Meine Besinnung ist mit dieser Seite natürlich die ängstlichen kleinen Stinos aus der Reserve zu locken und intensiv gegen das Bild zu wettern und zu zeigen, dass es nicht so ist, wie manche denken.

Aber bei manchen Menschen ist doch Hopfen und Malz verloren. Kann man diese gestrandeten Fischchen doch auf den rechten Weg zurückbringen? Oder werden sie für immer in ihrem dunklen Kämmerchen ihre missionarischen Fantasien ausleben, statt sich zu öffnen und ihr engstirniges eigensinniges Bild abzulegen?

 

Was denkst Du, kann ich damit denn mein Ziel erreichen oder wird das Ziel jeden zu erreichen doch eine unmögliche Mission sein? Schreib es in die Kommentare!

 

 

 

2 COMMENTS

  • Ich glaube nicht das alle zu erreichen sind, gut man könnte eine größere Akzeptanz erreichen aber dafür müßten erstmal mehr aus der Szene selbst auch öffentlich dazu stehen, den viele leben den BDSM ja eher im stillen Kämmerlein ausleben. Das gilt aber auch für die transgender und Fetischszene und ich selber gehöre auch ehr zu denen die ihre Vorlieben heimlich ausleben und es nciht shaffen über ihren eigenen Shcatten zu springen und es zu ändern.

    • Man kann sie ja heimlich ausleben – besser als gar nicht. Aber andere verurteilen ist schon schwer. Du rennst ja jetzt auch nicht raus und sagst, wie krank es wäre, weil du es ja selbst liebst.

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