Ich trug 14 Tage lang einen Keuschheitsgürtel – Das Experiment

Dieses Experiment, zuvor niemals auch nur ansatzweise Berührungspunkte mit der Keuschhaltung gehabt – und auf einmal trägt er einen Keuschheitsgürtel.

Dieses Experiment erlebte ein junger Mann und berichtet ungeschönt und völlig direkt von seinen Erfahrungen. Lesenswert auf alle Fälle.

 

Man, ich liebe es einfach zu wichsen.Wie schon so oft dokumentiert und sicher auch bekannt, jeder Mann liebt es zu wichsen. Dabei ist es egal ob alleine oder durch eine fremde Hand. Wobei die fremde Hand wohl eher auf einem anderen Blatt Papier steht und in diesem Bericht nichts zur Sache tut.

Doch auch ein fleissiger "Onanist" wie ich, einer, der es liebt zu wichsen, wird eben irgendwann vor Frage gestellt: Ist dieser ständige Drang danach wirklich etwas Gutes oder etwas Schlechtes in meinem Leben? Schmälert die Verschwendung meines Samens denn auf Dauer gesehen die Qualität bei mir als Mann oder bin ich dadurch irgendwie schlechter? Es muss doch einen Grund geben, das so viele dieser "No-Fap"-Bewegung beitreten?

Aber wie kann man denn diesen Drang danach, ständig an sich herumzuspielen, entkommen, wenn nicht nur durch reine Willenskraft?

Dann ergab sich DIE Gelegenheit: Ich hatte die Möglichkeit einen Keuschheitsgürtel auszuprobieren. Und ich wurde sofort neugierig. Und bevor ich überhaupt merkte, wie mir geschah, erhielt ich bereits das Paket, um meinen quietschfidelen Jodlerkumpel in das glänzende Metall zu drängen. Und was soll ich sagen? Im Janaur diesen Jahres war das Thema Selbstgeißelung der letzte Schrei, also sprang ich mit auf den Zug auf.

Wie dem auch sei. Bei dem Keuschheitsgürtel handelte es sich um ein klassisches metallenes Model. Gut, es gibt auch Plastikalternativen. Aber die sind dann wohl eher für armseelige kleine Schwächlinge, die die Selbstbestrafung wohl nicht allzu ernst nehmen – oder, wenn man ehrlich ist, den schweren Weg auf den Spuren der Keuschhaltung zu gehen. 

Für all die, die eine Bedienunganleitung brauchen: Einfach die Teile voneinander trennen, den Ring um die Kronjuwelen schieben, das Röhrchen über den Lümmel gleiten lassen und mit dem Vorhängeschloss verschließen. Fertig. Aber am besten ist es, wenn Du einfach einmal die Anleitung ließt. Wenn ich es könnte, würde ich es Dir bildlich aufzeigen, aber so bleibt mir nur, die Richtlinien der Webseite einzuhalten. Also lass Deine Fantasie spielen.

Und jetzt? Mein Penis sah wirklich erbärmlich aus. Irgendwie… besiegt. Wie ein buckliger alter Leibeigener der Lordschaft, in Eisen gezwängt und bereit die Hühner des Herrn zu stehlen. Den Schlüssel habe ich meiner Frau gegeben. Nicht, weil sie eine sexy Domina wäre, im Gegenteil. Sie weiß einfach, wo wichtige Haushaltsgegenstände aufbewahrt werden und eine sehr vertrauensvolle erwachsene Person ist.

Sie war übrigens für das Experiment und ich vermute einfach, dass sie sich auf ein friedvolles Wochenende ohne ständige Anbaggerversuche gefreut hat. Und als ich sie scherzhaft fragte, ob sie schlucken würde (also die Schlüssel zum Keuschheitsgürtel), setzte sie die Kopfhörer auf und ignorierte mich, fast so, als wäre ich nicht da.

Den ersten Abend trug ich den Keuschheitsgürtel, wie es wohl jeder tun würde, der gerade ein paar edle Ledertreter einläuft, indem ich im Haus umherlief und dies und das erledigte. Das zusätzliche Gewicht war gewöhnungsbedürftig und beim Hinsetzen drückte sich alles durch die Gitterstäbe. Es war barbarisch.

Im Interesse der journalistischen Arbeit las ich im Internet herum und machte mich im Bereich der Keuschheitsgemeinschaft schlau (ja, es gibt sie wirklich). In der Nacht wäre wohl die schlimmste Zeit. Denn der wütende geile Ständer würde sich mehr als deutlich bemerkbar machen, vor allem, weil man ihm nicht helfen könne. Eine nette Seele auf Reddit riet mir, mein gefangenes Würmlein am Abend mit Babyöl einzureiben und mich morgens auf ein böses Erwachen gefasst zu machen – bei Gott, er hatte so recht.

Gegen 5 Uhr morgens, ich hatte meine Kissen so angeordnet, das ich auch wirklich auf dem Rücken liegen blieb, machte sich eine langsam ansteigene Erektion bemerkbar. Meine Schlange war auch im schlaffen Zustand ziemlich lang (ja, das ist sie wirklich), doch jetzt machte er seine allmorgendliche Dehnung und Begrüssung zum ersten Mal unter Verschluss. Wenn ich jetzt nur das Foto teilen könnte…

Um es aber etwas besser darzustellen: Man stelle sich ein einsames kleines Bärenjunge in einem skizzenhaften und völlig fremden Zoo vor, welches seine haarlosen Pranken gegen die Gitterstäbe seines viel zu kleinen Käfigs drückte. Ich weiß, es ist tragisch.

Doch der aufkeimende Schmerz ließ meine Schlange schnell wieder klein werden und sich zurückziehen. Ich nehme an, das ist ein Sieg?

Am nächsten Tag dann hatte ich ein paar Meetings in der Stadt. Es war also an der Zeit der Außenwelt zu trotzen und sich eben dem zu stellen, was auf mich zukam. Und ich hatte wirklich keine Skrupel mit meiner Hosenwulst das Haus zu verlassen. Wenn eine sexy Dame zufällig zwischen meine Beine starrte und das große Paket entdeckte, umso besser.

Trotzdem blieb eben noch diese unangenehme Sache mit dem Gewicht. Das macht wirklich keinen Spaß. Und ein absoluter Pro-Tip: Mit enger Unterwäsche ist man wirklich schon einen grossen Schritt weiter. Dieses kleine Schloss wackelt sonst beim gehen umher und lässt Dich wie eine Blechdose klingen.

Bei dem Meeting dann, ich muss es ehrlich zugeben, habe ich mich richtig schmutzig gefühlt. Wie ein Mann, dessen kleines perverses Geheimnis immer in seiner Hose umhergetragen wird, immer mit der Gefahr, das es jede Sekunde enthüllt werden wird.

Die einzig unschönen Momente waren dann die, wenn die Natur ihren Tribut forderte und ich in den unschönen Toiletten am Rande Londons meine Notdurft verrichten musste. Das Pissoir war kaum eine Option – also musste ich mich setzen. Zweifelsohne, das Geräusch meines Keuschheitsgürtels gegen die Porzellankloschüssel dürfte für die draußen weiterhin am Pissoir stehenden Männer eher geklungen haben, als hätte ich in dem Moment meinen Heroinlöffel fallen lassen. Und das wäre bedeutend weniger peinlich gewesen.

Doch im Laufe des Tages konnte ich mich dann doch sehr gut an die neue Situation gewöhnen und sie bereitete mir weniger Unbehagen.

Ich habe den Keuschheitsgürtel nicht 24/7 getragen, das machen meist nicht einmal die Profis. Und um ehrlich zu sein, der Punkt Hygiene machte ab dem dritten Tag dann schon ein paar Probleme. Ich ging dann dazu über, am Abend den Käfig abzunehmen, abzuwaschen und in einer Plastikschüssel am Rande meines Bettes aufzubewahren – wie früher meine Zahnspange.

Umso mehr Zeit ich damit verbrachte, desto bessesener worde ich. Und für wen ich das eigentlich tat – für meine perversen Tagebücher. Und natürlich für betrügende Ehepartner. Ohne Scherz, ich habe einen guten Freund, der seine Schlange einfach nicht in der Hose behalten kann. Er hielt es auch alles für eine ganz zauberhafte Idee, bis ich ihm meine Männlichkeit als Foto in seinem metallenen Gefängnis schickte. Oder für die Männer, die einfach zu schnell zum Schuss kommen, wenn sie eine Frau im Bett haben. Zumindest bin ich bei meinen Recherchen auf diese Männer gestoßen – wohlbemerkt, nur auf Männer.

Die Idee dahinter: Man trage diesen Keuschheitsgürtel und kümmere sich dann deutlich mehr um seine Frau. Und erst dann werden sie aufgeschlossen. Das probierte ich auch bei meiner Gattin. Doch leider versagte ich in meiner Aufregung dabei gänzlich. Aber manche Menschen mögen ja wohl aufkeimendes Unbehagen in ihrer sexuellen Routine?

Als mögliche Hilfe zur Einschränkung der dauernden Masturbation ist es aber sinnlos. In ca. 50% der Fälle masturbiere ich, um die geilen Gedanken in meinem Kopf auszuschließen und nicht, um meine Aufmerksamkeit auf sie zu lenken.

Seltsamerweise vermisse ich mein kleines Schwänzlein-Gefängnis. So fühlt man sich wohl, wenn man das Stockholm-Syndrom hat. Oder kann man hier eher Cockholm-Syndrom sagen?

 

Diesen Bericht habe ich von der Webseite "Metro.co.uk" für Dich ins Deutsche übersetzt.

 

Hast Du bereits ähnliche Erfahrungen damit machen dürfen? Dann schreib sie einmal in die Kommentare und lass andere daran teilhaben.

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